Immobilienpreise: Der Markt driftet wieder auseinander

Shownotes

Nach anderthalb Jahren relativ einheitlicher Entwicklung passiert am deutschen Immobilienmarkt gerade etwas Interessantes: Die einzelnen Assetklassen bewegen sich wieder in unterschiedliche Richtungen.

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00:00:01: Nach anderthalb Jahren relativ einheitlicher Entwicklung passiert am deutschen Immobilienmarkt gerade was Interessantes.

00:00:16: Die einzelnen Asset-Klassen, die bewegen sich wieder in unterschiedliche Richtungen, was die Preisentwicklung angeht.

00:00:21: Das zeigt der aktuelle Immobilenpreisindex des Verbands deutscher Fundbriefbanken oder VDP.

00:00:26: genauer gesagt und gerade für professionelle Investoren lohnt sich immer einen Blick auf diese Zahlen.

00:00:31: Also, über alle Immobilien hinweg lagen die Preise im zweiten Quartal zwanzig- sechsenzwanzig zwar noch eins Komma drei Prozent über dem Vorjahresniveau.

00:00:39: Ging über den ersten Quartale gingen sie allerdings bereits leicht um Null Komma Eins Prozent zurück.

00:00:44: und dahinter steckt vor allem eine zunehmende Spreizung zwischen Wohnen und Gewerbe.

00:00:49: Wohnimmobilien, die verteuerten sich innerhalb eines Jahres noch um einen Prozent.

00:00:53: Bei Büro-Immobilien gingen die Preise dagegen um ein Prozent zurück und bei Einzelhandelsimmobilieren um zwei Prozent.

00:01:00: Das stagniert also ein bisschen.

00:01:02: Das ist zunächst mal keine dramatische Bewegung aber die zeigt ziemlich gut wo wir im Immobilienzyklus gerade stehen.

00:01:07: Im Wohnbereich da sorgt der strukturelle Nachfrageüberhang weiterhin für stabile Preise.

00:01:13: Allerdings verliert auch dieser Markt deutlich ein Dynamik.

00:01:16: Vom ersten zum zweiten Quartal stiegen die Wohnimmobilienpreise nämlich gerade mal um Null, drei Prozent und bei Eigentumswohnungen waren es Null Komma fünf Prozent.

00:01:24: Besonders interessant wie immer man Blick in die Top sieben Städte dort bewegten sich die Preise gegenüber dem Vorquartal im Durchschnitt überhaupt nicht mehr.

00:01:32: also Hamburg war mit einem Plus von Null Kummer sechs Prozent noch vergleichsweise stark.

00:01:35: Düsseldorf München kam auf Null Kommer vier Prozent Berlin auf gerade mal Null Koma zwei Prozent und den Stuttgart gegen die preise sogar leicht zurück.

00:01:43: Auch im Jahresvergleich wird die Abschwächung deutlich.

00:01:46: Im ersten Quartal hatten noch vier der sieben großen Metropolen Preissteigerungen von mehr als vier Prozent gemeldet, davon sind wir inzwischen deutlich entfernt – also Hamburg liegt mit einem Plus von drei Komma acht Prozent auf vorne.

00:01:57: Berlin kommt beispielsweise nur noch auf eins Komma sechs Prozent und Stuttgart auf null Komma sieben Prozent.

00:02:02: für Investoren heißt das Die Phase in der alleine die Marktentwicklung für deutliche Wertsteigerung sorgt, die scheint zumindest vorher ist vorbei zu sein.

00:02:11: Umso wichtiger werden wieder das konkrete Objekt, der Einkaufspreis, die Finanzierung und eben das Entwicklungspotenzial.

00:02:16: Und genau das sieht man auch beim Mehrfamilienhäusern!

00:02:19: Die Preise lagen im zweiten Quartal einen Prozent über dem Vorjahresniveau und drei Prozent über den ersten Quartals.

00:02:26: Spannender ist da aber auch die Entwicklung der Mieten.

00:02:29: Die Neuvertragsmieten, die stiegen bundesweit innerhalb eines Jahres um drei Prozent, also ungefähr doppelt so stark wie die Preise für mehr Familienhäusern und das ist grundsätzlich eine interessante Konstellation für Bestandshalter.

00:02:40: wenn die Mieten schneller steigen jetzt die Kaufpreise dann kann sich die Ertragssituation verbessern.

00:02:45: allerdings gilt auch hier die großen Metropolen entwickeln sich schwächer als den gesamten Markt.

00:02:50: Das zeigt aber wieder mal wer nur auf die bekannten Top-Siebenstandorte schaut, der findet aktuell nicht automatisch die stärkste Mietdynamik.

00:02:57: Noch deutlicher ist das Bild bei Gewerbeimmobilien.

00:03:00: Büro- und Handelsemmobilien, die verzeichneten erst mal seit fünf Quartalen.

00:03:03: wieder sinken der Preise im Jahresvergleich.

00:03:06: Und gerade zum Vorquartal war die Bewegung wirklich deutlich.

00:03:08: also Büroimmobiliens verloren einst Komma Fünf Prozent handels Immobilien Null Komma Sieben Prozent und gleichzeitig steigen aber auch da die Mieten weiter.

00:03:16: Also beim Büro immobilien Lagen sie zwei Komma sieben Prozent über dem Vorjahresniveau bei Einzelhandels Immobilien eins Komma fünf Prozent.

00:03:23: Auch da führt das zu höheren Renditen.

00:03:25: Bei Büros legten die laut VDP um vier Prozent zu, behandelt es im Mobilier nur noch eins Komma sechs Prozent.

00:03:31: Es klingt jetzt erst mal attraktiv.

00:03:32: man sollte allerdings genau hinschauen woher denn diese Rendite Steigerung kommt.

00:03:36: Die entsteht eben nicht durch steigende Erträge sondern durchsignende Immobilienwerte.

00:03:40: Und genau darin liegt momentan vielleicht die interessanteste Aussage dieser Zahlen, der deutsche Immobilie-Markt bewegt sich nicht mehr geschlossen in eine Richtung.

00:03:48: bei Wohnimmobilien da sorgen Mangel und Nachfrageüberhang weiterhin für relativ stabile Preise.

00:03:53: gleichzeitig lässt die Dynamik auch ein bisschen nach.

00:03:56: Bei Gewerbeimmobilieren ist die Unsicherheit halt viel viel größer.

00:03:59: Preise geben wieder nach während die Renditen steigen.

00:04:02: Für Profis konnte deshalb eine Phase beginnen, in der weniger die allgemeine Marktentwicklung entscheidet und wieder viel mehr die Qualität des einzelnen Deals.

00:04:10: Also wie kaufe ich gut ein?

00:04:12: Welche Mietentwicklungen ist realistisch?

00:04:13: Welcher Investitionen stehen an?

00:04:15: Und wie sieht auch die Finanzierung aus?

00:04:17: Welches Wertsteigungspotenzial kann ich selbst eben heben?

00:04:20: Denn auf dem nächsten großen Preissprung das Gesamtmarkt ist zu setzen, das dürfte nach diesen Zahlen zumindest keine besonders belastbare Investmentstrategie sein!

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