Berlin nicht mehr das Zugpferd des Immobilienmarktes?
Shownotes
Wenn man vor ein paar Jahren über den deutschen Investmentmarkt gesprochen hat, dann ging an Berlin eigentlich kein Weg vorbei. Die Hauptstadt war das Zugpferd des Immobilienmarktes. Große Deals, internationale Investoren und ständig neue Rekorde – Berlin war der Markt, auf den alle geschaut haben. Heute sieht das Bild deutlich anders aus.
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00:00:01: Wenn man von paar Jahren über den deutschen Investmentmarkt gesprochen hat, dann ging an Berlin eigentlich kein Weg vorbei.
00:00:16: Also die Hauptstadt war sozusagen das Zugpferd des Immobilienmarktes.
00:00:20: Es gab große Deals, internationale Investoren und ständig neue Rekorde.
00:00:24: Berlin war eben der Markt auf dem alle irgendwie geschaut haben.
00:00:27: Das Bild sieht jetzt ein bisschen anders aus.
00:00:29: Es gibt zwar Anzeichen einer Stabilisierung, aber der Investmentmarkt kommt noch längst nicht wieder in Fahrt.
00:00:35: Im ersten halben Jahr, im Jahr zwanzig sechsundzwanzig wurden je nach Auswertung zwischen sechshundertdreißig und siebhundertsechzig Millionen Euro in Gewerbeimmobilien investiert – das ist jetzt kein Einbruch mehr, sondern auch weit entfernt von den Bubenjahren!
00:00:47: Interessant ist da vor allem die Struktur der Transaktionen.
00:00:50: Also früher waren in Berlin regelmäßig Milliarden schwere oder zumindest dreistellige Millionen-Deals zu sehen, heute liegt das durchschnittliche Transaktionsvolumen gerade einmal bei rund achtzehn Millionen Euro und die meisten Abschlüsse bewegen sich deutlich unter den Fünfzig Millionen Euro Marken.
00:01:05: Das liegt jetzt nicht daran dass es keine Objekte gibt.
00:01:08: im Gegenteil viele Immobilien stehen am Markt und stoßen durchaus auf Interesse.
00:01:12: Das eigentliche Problem Verkäufer orientieren sich häufig noch an den Bewertungen der vergangenen Jahre, werden Investoren mit höheren Finanzierungskosten rechnen und entsprechend niedrige Kaufpreise bieten.
00:01:24: Und die Lücke sorgt dafür, dass sich Kaufprozesse oft über Monate hinziehen oder gar nicht jetzt abgeschlossen werden – das kann im Prinzip auch jeder Markler bestätigen, der in dem Markt so unterwegs ist!
00:01:34: Bei den Nutzungsarten zeigt sich ebenfalls ein interessantes Bild.
00:01:37: Besonders gefragt waren im ersten halb Jahr Handelsimmobilien unter anderem durch größere Portfolioverkäufe.
00:01:43: Gleichzeitig spielen Healthcare-Emobilien und Grundstücke eine immer wichtigere Rolle.
00:01:47: Wohnemobilien bleiben ohnehin einer der stärksten Assetklassen der Hauptstadt.
00:01:52: Deutlich schwächer präsentiert sich der Büromarkt, der Anteil der Bürotransaktionen viel für Berliner Verhältnisse ungewöhnlich niedrig aus.
00:01:58: Trotzdem gibt es natürlich vorsichtigen Optimismus – denn der Vermietungsmarkt entwickelt sich deutlich besser als viele auch erwartet hätten.
00:02:05: Sollte die Entwicklung sich fortsetzen, dann könnte das auch wieder mehr Investoren anziehen!
00:02:10: Ein weiterer Faktor sind gestiegene Renditen.
00:02:12: Für erstklassige Büroimmobilien liegen sie inzwischen zwischen ja, vier Komma fünf und Vier Komma Sieben Prozent und damit eben spürbar höher als noch vor einigen Jahren.
00:02:22: Das Machtinvestitionen zwar grundsätzlich attraktiver zeigt aber gleichzeitig wie stark sich das Marktumfeld dann doch verändert hat.
00:02:29: Und am Strich bleibt Berlin aber weiter einer der spannendsten Immobilienmärkte Deutschlands.
00:02:33: Die Nachfrage ist vorhanden, das Interesse der Investoren ebenfalls gestartet als Hauptstadt – er tut es übrige!
00:02:39: Was aktuell nur fehlt, ist die Einigung beim Preis und erst wenn Verkäufer und Käufer da wieder näher zusammenfinden dürfte auch das Transaktionsvolumen wieder deutlicher
00:02:47: anziehen.".
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