Wohnungsmarkt: Steigen die Mieten langsamer?
Shownotes
Die Mieten steigen weiter – aber das Tempo lässt nach. Genau das zeigt eine aktuelle Auswertung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft.
Transkript anzeigen
00:00:00: Im täglichen Geschäft spreche ich nicht nur mit privaten Immobilienkäufern, sondern auch sehr viel mit gewerblichen Kunden.
00:00:07: Hier habe ich immer wieder spannende Diskussionen und Erkenntnisse – und die möchte ich gerne mit euch teilen!
00:00:27: Die Mieten steigen weiter aber das Tempo lässt nach.
00:00:30: Genau das zeigt eine aktuelle Auswertung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft.
00:00:35: Schauen wir uns die Zahlen einmal genauer an….
00:00:38: Im zweiten Quartal lagen die Angebotsmieten deutschlandweit zwar rund drei Prozent über dem Vorjahresniveau.
00:00:44: Berücksichtigt man allerdings, die Inflation bleibt real kaum was übrig.
00:00:50: Noch spannender ist der Blick auf das Vorkvartal.
00:00:52: Nominal sind die Angebotsmieten um knapp ein Prozent gestiegen.
00:00:56: Inflationsbereinigt ergibt sich aber sogar einen Rückgang!
00:01:00: Damit sind die Mieten bereits das zweite Quartal in Folge Real leicht gesunken.
00:01:04: Das bedeutet allerdings nicht, dass Wohnen plötzlich günstiger wird.
00:01:08: Vielmehr normalisiert sich die Dynamik nach den starken Anstiegen der vergangenen Jahre.
00:01:13: Die Unterschiede zwischen den Städten bleiben dabei enorm.
00:01:17: Am teuersten ist weiterhin München mit durchschnittlich dreiundzwanzig Euro siebzig Kaltmiete pro Quadratmeter.
00:01:23: Dahinter folgen Frankfurt mit siebzehn Euro achtzig Hamburg mit sechzehn euro fünfzig und Stuttgart mit sechzehn Euro dreißig.
00:01:32: Am günstigsten unter den großen Städten bleibt Leipzig mit durchschnittlich zehn Euro fünfzig pro Quadratmeter, also weniger als halb so teuer wie München.
00:01:41: Auch bei der Entwicklung gibt es große Unterschiede.
00:01:44: im Jahresvergleich verzeichnet Köln mit plus sechs Prozent den stärksten Anstieg unter den Top acht Städte.
00:01:51: Hamburg folgt mit fünf Prozent und Düsseldorf mit vier Prozent.
00:01:55: München liegt bei Plus ebenfalls knapp vier Prozent, Frankfurt und Leipzig jeweils bei gut drei Prozent.
00:02:02: Berlin ist sogar die einzige Top-Acht statt mit einem Rückgang der Angebotsmieten – dort liegen sie fast ein Prozent unter dem Vorjahreswert.
00:02:11: Auch außerhalb der Metropolen gibt es interessante Entwicklungen.
00:02:15: Besonders kräftig stiegen die Angebotsmitteln zuletzt u.a.
00:02:18: in Kiel, Karlsruhe, Wiesbaden, Münster, Lübeck und Potsdam.
00:02:23: Rückgänge gab es dagegen beispielsweise in Braunschweig, Erfurt und Aachen.
00:02:27: Neue Wohnungen werden weiterhin deutlich teurer angeboten als Bestandswohnung.
00:02:32: Im Durchschnitt liegen neu bauten aktuell bei rund neunzehn Euro pro Quadratmeter während Bestandswonungen bei etwa vierzehn euro liegen.
00:02:41: Das zeigt, wie stark sich die höheren Baukosten inzwischen in den Mieten widerspiegeln.
00:02:46: Interessant ist außerdem ein weitverbreiteter Mythos rund um möblierte Wohnungen.
00:02:51: Oft wird behauptet, dass möbliierte Wohnungen die Mietpreise besonders stark nach oben treiben – also die Analyse des IFW kommt allerdings zu einem anderen Ergebnis.
00:03:01: Und seit twenty-fünfzehn haben sich die Mieten für möblierte Wohnungen nahezu parallel zu den regulären Mietangeboten entwickelt.
00:03:10: Einen dauerhaft stärkeren Anstieg konnte das Institut nicht feststellen, insgesamt kann man sagen – die Mietmärkte bleiben grundsätzlich stabil aber dass enorme Wachstum der vergangenen Jahre flacht spürbar ab.
Neuer Kommentar