BEG-Förderung vor dem Umbau: Was die geplanten Kürzungen für Investoren bedeuten
Shownotes
Weniger Förderung für große Mehrfamilienhäuser, neue Boni für besonders ineffiziente Gebäude und sinkende Zuschüsse beim Effizienzhaus: In dieser Folge von Frag Janina Professional ordnen wir die geplanten BEG-Reformen ein und zeigen, worauf professionelle Investoren jetzt bei ihrer Sanierungs- und Finanzierungsplanung achten sollten.
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00:00:00: Im täglichen Geschäft spreche ich nicht nur mit privaten Immobilienkäufern, sondern auch sehr viel mit gewerblichen Kunden.
00:00:07: Hier habe ich immer wieder spannende Diskussionen und Erkenntnisse – und die möchte ich gerne mit euch teilen!
00:00:27: Die Bundesregierung plant weitere Kürzungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, und diesmal betrifft das vor allem Eigentümer-und Investoren mit größeren Mehrfamilienhäusern.
00:00:40: Bei den Einzelmaßnahmen sollen die förderfähigen Kosten künftig deutlich stärker gedeckelt werden.
00:00:45: Für die erste Wohneinheit bleiben es zwar dreißigtausend Euro, für die Wohnungen zwei bis sechs sinkt der Betrag aber auf jeweils fünfzehntausend Euro und ab der siebten Wohnteinheit soll nur noch acht tausend euro pro Wohnung förderfähig sein.
00:01:01: Das klingt zunächst nach einer technischen Änderung.
00:01:05: In der Praxis bedeutet es aber, je größer ein Gebäude ist desto geringer fällt die Förderung pro Wohnung aus.
00:01:12: Gerade Bestandshalter mit größeren Wohnanlagen trifft das besonders Denn Fassadendämmungen, Dachsanierung oder Heizungsmodernisierung werden dadurch deutlich schwieriger wirtschaftlich darstellbar.
00:01:24: Auch beim individuellen Sanierungsfahrplan gibt es eine Änderung.
00:01:28: Den bekannten ISFP-Bonus soll es künftig nicht mehr direkt bei der ersten Maßnahme geben, sondern erst ab der zweiten.
00:01:35: Auf der anderen Seite gibt es aber auch einige positive Entwicklungen.
00:01:39: Ab twenty-sevenundzwanzig soll ein neuer Bonus für sogenannte Worst Performing Buildings eingeführt werden.
00:01:46: Dabei gibt es zusätzlich fünf Prozent Förderung für Maßnahmen an der Gebäudehülle – also beispielsweise für Dach oder Fassadensanierungen.
00:01:54: Der Fenstertausch ist allerdings ausgenommen.
00:01:57: Außerdem wird der Bonus für serielle Sanierungen ausgeweitet.
00:02:02: Künftig soll er auch für Sanierungen auf den Effizienzhaus-Siebzigstandard gelten und erstmals auch für Nichtwohngebäude verfügbar sein.
00:02:10: Gleichzeitig werden allerdings die Tilgungszuschüsse in der Effizianzausförderung um zehn Prozentpunkte reduziert, Der Bonus für die Erneuerbare Energienklasse entfällt komplett und wird künftig zur Standardanforderung.
00:02:23: Insgesamt wird deutlich, die Bundesregierung verschiebt die Förderung stärker auf besonders schlechte Gebäude und standardisierte Sanierungskonzepte.
00:02:32: Gleichzeitig sinkt aber das gesamte Förderbudget deutlich!
00:02:35: Bis in den letzten Jahren sollen statt bis her rund fünfzehn Milliarden Euro nur noch knapp zehn Milliarden Euro zur Verfügung stehen.
00:02:44: Entsprechend kritisch fallen auch die Reaktionen aus der Immobilienwirtschaft aus.
00:02:49: Wer größere Bestandsobjekte energetisch modernisieren möchte, sollte Förderungen künftig noch genauer kalkulieren.
00:02:56: Gerade bei größeren Wohnanlagen können geplanten Änderungen die Wirtschaftlichkeit eines Projekts spürbar verändern.
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