Baukosten bleiben auf hohem Niveau – worauf Investoren jetzt achten sollten

Shownotes

Bitumen +31 %, Flachglas +15 %, Metalle +11 %: Viele Baumaterialien werden erneut teurer. Welche Auswirkungen das auf Projektkalkulationen, Bestandssanierungen und die Bedeutung von Fördermitteln hat, erkläre ich hier.

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00:00:00: Im täglichen Geschäft spreche ich nicht nur mit privaten Immobilienkäufern, sondern auch sehr viel mit gewerblichen Kunden.

00:00:07: Hier habe ich immer wieder spannende Diskussionen und Erkenntnisse – und die möchte ich gerne mit euch teilen!

00:00:27: Viele Investoren haben nach der Energiekrise darauf gehofft, dass sich die Baukosten wieder normalisieren.

00:00:33: Tatsächlich sehen wir heute ein differenzierteres Bild.

00:00:36: Die großen Preissprünge sind zwar vorbei von einem flächendeckenden Rückgang kann aber keine Rede sein.

00:00:42: Vor allem energieintensiv hergestellte Baustoffe bleiben ein Kostentreiber.

00:00:47: Bitumen, das beispielsweise für Dachabdichtungen, Tiefgaragen oder Fundamente benötigt wird ist innerhalb eines Jahres um über dreißig Prozent teurer geworden.

00:00:57: auch Flachglas, Metalle und Holz haben zuletzt wieder zweistellige Preisteigerung verzeichnet.

00:01:03: Für Projektentwickler und Bestandshalter ist aber vor allem der langfristige Blick entscheidend.

00:01:09: Seit Jahrzehntausend einundzwanzig haben sich die Kosten vieler Baustoffe dauerhaft auf einem deutlich höheren Niveau eingepändelt.

00:01:17: Kalk- und Gips liegen heute rund siebenundsiebzig Prozent über dem Vorkrisenniveau, Zement etwa siebenunfünfzig Prozent und Frischbeton rund fünfunddreißig Prozent.

00:01:28: Das sind Materialien, die in nahezu jedem größeren Bau- oder Sanierungsprojekt eine wesentliche Rolle spielen.

00:01:35: Interessant ist dabei, dass Holz eine Ausnahme bildet – trotz der jüngsten Preissteigerungen liegen viele Holzprodukte heute wieder unter dem Preisniveau von year und Jahr.

00:01:46: Wer also hybridbauweisen oder serielle Holzbauelemente wirtschaftlich einsetzen kann profitiert heute teilweise von günstigeren Materialkosten als noch während der Hochphase der Energiekrise.

00:01:58: Für professionelle Investoren bedeutet das vor allem eines.

00:02:01: Kalkulationen sollten nicht mehr mit der Erwartung sinkender Baupreise erstellt werden, die Materialkosten haben sich strukturell verändert und werden zunehmend durch Energiepreise und geopolitische Entwicklungen beeinflusst.

00:02:15: Gerade im Bereich der Bestandsanierung gewinnt deshalb die Optimierung der Gesamtwirtschaftlichkeit an Bedeutung.

00:02:22: Fördermittel, steuerliche Effekte eine intelligente Ausschreibungsstrategie und die richtige Reihenfolge der Gewerke können heute einen deutlich größeren Einfluss auf deren Diete haben als die Hoffnung auf günstigere Materialpreise.

00:02:36: Wer Projekte aktuell ankauft oder entwickelt, sollte deshalb weniger auf sinkende Baupreise spekulieren.

00:02:43: Sondern die Kosten frühzeitig belastbar absichern und Fördermöglichkeiten konsequent in die Wirtschaftlichkeitsberechnung integrieren.

00:02:52: In vielen Fällen entscheidet heute nicht mehr der günstigste Einkaufspreis über den Projekterfolg sondern die Qualität der Projektstrukturierung und Finanzierung.

00:03:01: Genau darin liegt aktuell einer der größten Wettbewerbsvorteile professioneller Bestandshalter.

00:03:08: Wer Fördermittel, Finanzierung und Sanierungsstrategie von Beginn an gemeinsam denkt kann Projekte realisieren die für viele andere wirtschaftlich kaum noch darstellbar sind.

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