Gebäudemodernisierungsgesetz: Förderkürzungen, Kostenbremse und Solarpflicht
Shownotes
Beim geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz zeichnet sich gerade ein spannender Richtungswechsel ab. Die Bundesregierung hält zwar grundsätzlich an der Förderung von Heizungsmodernisierungen fest, diskutiert aber gleichzeitig über deutliche Anpassungen. Und die könnten für Eigentümer und Investoren durchaus relevant werden.
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00:00:01: Über das Gebäude Modernisierungsgesetz, da wird fleißig diskutiert und da zeichnen sich auch spannende Richtungswechsel ab.
00:00:17: Die Bundesregierung hält zwar grundsätzlich an der Förderung von Heizungsmodernisierung fest, diskutiert aber gleichzeitig über deutliche Anpassungen und die könnten für Eigentümern Investoren durchaus relevant werden.
00:00:28: Der erste Punkt der betrifft die Heizungsförderung.
00:00:31: Aktuell wird darüber gesprochen, dass die Zuschüsse künftig an eine Einkommensgrenze zu koppeln.
00:00:36: Also wer mehr als neunzigtausend Euro zu versteuern das Einkommen pro Jahr hat könnte künftlich keine direkte Förderungen mehr erhalten.
00:00:42: stattdessen sollen die Kosten teilweise steuerlich geltend gemacht werden können.
00:00:46: Für private Selbstnutzer ist es sicherlich ein wichtiges Thema.
00:00:49: für professionelle Investoren dürfte die eigentliche Frage einer anderen sein bleibt die Förderung langfristig verlässlich oder nicht?
00:00:56: Denn genau darauf weisen auch die Hersteller und Verbände hin, die Wirtschaftlichkeit vieler Wärmepumpenprojekte, die hängt noch maßgeblich von den Fördermitteln ab.
00:01:03: Nach Berechnung der Branche amortisiert sich eine Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung bei einer Föderung von rund fünffünfzig Prozent schon in weniger als zehn Jahren.
00:01:12: Singt die Förderung deutlich verlängert sich dieser Zeitraum teilweise deutlich auf über fünfzehn Jahre.
00:01:18: Ehrlich gesagt kommt das aber auch drauf an welche Maßstäbe man da zur Grunde legt, was die Kostensteigerung angeht.
00:01:24: Auch da hat COZV Online in der Interessante Auswertung gemacht.
00:01:28: Die geht davon aus dass in den nächsten zwanzig Jahren die Kosten für Erdgas mit Biogas Anteil auf deutlich über das Vierfache von Wärmepumpenverbräuchen steigt.
00:01:38: Aber wie gesagt ist ein anderes Thema.
00:01:40: Der zweite große Punkt ist nämlich die geplante Kostenbremse für fossile Heizungen.
00:01:45: Ab im Jahr zwanzig achtundzwanzig sollen bei neu eingebauten Gas- oder Ölheizung, die CO²-Kosten und Garnetzentgelte zwischen Fairmeater & Mieter jeweils helftig geteilt werden.
00:01:55: Die politische Idee dahinter ist klar – wer sich heute noch für fossiles Technik entscheidet soll ein Teil der langfristigen Kostresiken selbst tragen!
00:02:02: Für Bestandshalter ist das durchaus relevant, denn damit verschiebt sich ein Teil der künftig steigenden Energiekosten direkt auf die Eigentümerseite.
00:02:09: Die Entscheidung für eine neue Gasheizung wird dadurch wirtschaftlich noch einmal neu bewertet werden müssen.
00:02:15: Interessant ist dabei, dass die Regelungen bislang offenbar nur für Wohnraummieter gelten soll – Vertreter aus der Wirtschaft kritisieren bereits, dass Gewerbemieter außen vorbleiben könnten.
00:02:24: Sollte das so kommen, könnten insbesondere energieintensive Gewerbenmietern künftlich deutlich stärker belastet werden!
00:02:30: Der dritte Punkt, der betrifft Photovoltaik.
00:02:33: Die Bundesregierung plant ein Solarstammnet für Gebäude.
00:02:36: Das soll vereinfacht gesagt ausdrücken auf deutlich mehr Dächern soll künftig Solarenergie installiert werden.
00:02:42: Für Investoren ist das eigentlich keine Überraschung.
00:02:44: Es gibt ja jetzt schon auch beim Dachsanierung sozusagen Pflichten ab wann Photovoltai genutzt werden muss zumindest in mehreren Regionen wie Hamburg.
00:02:54: die Richtung ist deshalb auch seit Jahren erkennbar.
00:02:56: spannend wird allerdings, wie die Details ausgestaltet werden.
00:02:59: Denn gleichzeitig gibt es Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung der Einspeisevergütung.
00:03:04: Sollte diese reduziert oder gestrichen werden könnte sich die Wirtschaftlichkeit einzelner PV-Projekte verändern und auch das Thema Mieterstrom nochmal deutlich an Relevanz gewinnen.
00:03:13: Für professionelle Immobilieninvestoren ist die eigentliche Botschaft aber weniger die Frage ob eine Förderung künftig bei fiftyfünfzig vierzig oder dreißig Prozent liegt.
00:03:20: Ehrlich gesagt, die höheren Förderung bekommt man eh nicht als Unternehmen.
00:03:24: Viel entscheidender ist eigentlich dass die regulatorische Richtung sich weiter verfestigt.
00:03:28: Erstens werden fossile Heizsysteme langfristig wirtschaftlich unattraktiver.
00:03:32: Zweitens steigt der politische Druck auf energetische Modernisierung weiter an und drittens entwickelt sich Photovoltaik zunehmend von Nice to Have zum Standardbestandteil moderner Immobilien.
00:03:41: Wer also ohnehin Modernisierung plant, der sollte deshalb nicht nur auf die aktuellen Förderprogramme schauen sondern vor allen Dingen die langfristige Kostenstruktur der Gebäude im Blick behalten und sich vielleicht auch nicht allzu lange Zeit lassen.
00:03:53: Genau da werden nämlich jetzt die Gewinner- und Verlierer der nächsten zehn Jahre bestätigt!
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