Verteidigung wird zum Immobilienfaktor: Das ist jetzt gefragt
Shownotes
Neue Kasernen, sichere Energieversorgung, Logistikflächen und kritische Infrastruktur: Die geplante Aufrüstung Deutschlands könnte in den kommenden Jahren massive Auswirkungen auf die Immobilienbranche haben – und neue Chancen für Investoren, Projektentwickler und Infrastrukturunternehmen schaffen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Im täglichen Geschäft spreche ich nicht nur mit privaten Immobilienkäufern, sondern auch sehr viel mit gewerblichen Kunden.
00:00:07: Hier habe ich immer wieder spannende Diskussionen und Erkenntnisse – und die möchte ich gerne mit euch teilen!
00:00:27: In den Zeiten in denen das Thema Verteidigung nur die Rüstungsindustrie betroffen hat scheinen vorbei zu sein….
00:00:33: Inzwischen wird immer deutlicher, die Aufrüstung und der Ausbau der Verteidigungsfähigkeit haben auch massive Auswirkungen auf die Immobilien- und Bauwirtschaft.
00:00:43: Und zwar deutlich stärker als viele bisher gedacht haben!
00:00:47: Vor allem die Bereiche Logistik, Häfen und Infrastruktur könnten in den kommenden Jahren zu echten Gewinnern dieser Entwicklung werden.
00:00:55: Denn die Bundeswehr plant nicht nur mehr Personal und mehr Material – sie braucht dafür auch deutlich mehr Flächen-, Gebäude- und Versorgungssysteme.
00:01:03: Auf einem Immobilienkongress hat ein Vertreter des Verteidigungsministeriums jetzt darüber gesprochen wohin die Reise geht.
00:01:11: Allein die Bauinvestitionen des Ministeriums lagen im vergangenen Jahr bei über zwei Milliarden Euro.
00:01:18: Für das Jahr zwanzig sind schon fast drei Milliarden Euro eingeplant, besonders spannend für die Immobilienbranche.
00:01:26: Laut Einschätzung erzeugt jede zusätzliche Milliarde Euro Verteidigungsausgaben einen Flächenbedarf von etwa zweihundertfünfzig bis vierhundertfünftigtausend Quadratmetern – das ist enorm!
00:01:39: Und dabei geht es längst nicht mehr nur um klassische Militärstandorte.
00:01:43: auch zivile Infrastruktur rückt stärker in den Fokus.
00:01:48: Helfen, Stromnetze, Wasser- und Abwasserversorgung, Straßenbau oder Logistikzentren gelten zunehmend als kritische Infrastruktur – und werden damit strategisch wichtiger!
00:02:00: Gerade Logistikemobilien könnten davon massiv profitieren.
00:02:05: Unternehmen aus dem Verteidigungsumfeld suchen heute bereits gezielt nach Flächen für Lagerungen, Produktionen sowie Forschung und Entwicklung.
00:02:13: Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Sicherheit und Diskretion deutlich.
00:02:17: Interessant ist auch das Thema Energieversorgung.
00:02:20: Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt wie anfällig zentrale Stromnetze sein können.
00:02:26: Deshalb werden künftig autake Versorgungssysteme wichtiger Also eigene Stromversorgungen Notstromsysteme, Energiespeicher oder abgesicherte Netze.
00:02:36: Und genau hier entstehen neue Chancen für Projektentwickler – denn plötzlich werden Themen wie Batteriespeicher, Bunker- oder Schutzräume wirtschaftlich interessant!
00:02:45: Sogar die Nachrüstung bestehender Tiefgaragen als mögliche Schutzräume wurde diskutiert.
00:02:50: Dazu kommt der Staat allein wird viele dieser Projekte wahrscheinlich gar nicht stemmen können….
00:02:57: Deshalb könnten öffentlich-private Partnerschaften wieder deutlich relevanter werden.
00:03:02: Trotzdem bleibt bei vielen Investoren noch Zurückhaltung, ein großes Fragezeichen ist oft wie sieht eigentlich der Exit bei solchen Projekten aus?
00:03:12: Also wie flexibel oder handelbar sind Immobilien die stark mit Verteidigungsinfrastruktur verbunden sind?
00:03:19: Aber unabhängig davon zeigt sich schon jetzt, Verteidigung wird in den nächsten Jahren nicht nur ein politisches oder militärisches Thema sein sondern zunehmend auch ein Immobilien-, Infrastruktur- und Investmentthema.
Neuer Kommentar